Besuch bei einer TCM Ärztin im Süden Chinas; Glaube an Heilung ist Medizin | Visit to a TCM doctor in the south of China; belief in healing is medicine
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Geschichten über Dr. Liang hörte ich schon vor einiger Zeit.
Ihre Heilerfolge mit Hilfe von Kräutern klingen erstaunlich, außerdem verhilft sie wohl verzweifelten kinderlosen Paaren selbst in höherem Alter zu Nachwuchs.
Chinesische Medizin ist auch eine Philosophie, für China Fremde kaum zu verstehen. Auch wenn es immer populärer wird, im Westen. Jedoch frage ich mich inzwischen, wie weit reicht das Verständnis von Menschen anderer Kulturen. Es hat so viele Ebenen. So viele Geschichten. So viel Selbstverständliches, was aber in westlichen Augen gänzlich unbekannt ist. Es geht nicht nur als Praktizierender darum, es zu lernen, es geht darum, es zu leben.
Die Lehre der fünf Elemente, Yin und Yang, die Erhaltung des Qi, auch Feng Shui, allein ein riesiges Feld, basierend auf der Wissenschaft des I Ching, fließt mit ein.
Das alles saugt man in China vielleicht ganz automatisch auf, es ist sozusagen ein Wissen, was für jedermann zugänglich, von Generation zu Generation weitergegeben und tagtäglich angewandt wird.
Aber auch hier wie überall auf der Welt geht immer mehr altes Wissen verloren. Die jüngere Generation kümmert sich um anderes.
Ein Vorort Guangzhous. Es ist früh am Morgen, Dr. Liang startet ihren Tag in der Regel um 5 Uhr.
Ein typisches chinesisches Dorf, ein Frühstücksstand mit kantonesischen Köstlichkeiten reiht sich an den nächsten.
Es regnet stark.
Im ganzen Süden Chinas gibt es - wie jedes Jahr - zu dieser Jahreszeit starke Niederschläge und Überschwemmungen. So auch hier.
Dr Liang, gewappnet mit Gummistiefeln verlässt ihr Haus, zum Großmarkt für Gemüse. Wir waten durch kleine Seen auf den Straßen, inzwischen sind wir alle barfuß, das Wasser steht uns bis zu den Knien.
Dr. Liang, eine äußerlich eher herbere Erscheinung mit einer sehr lauten und kräftigen Stimme, gewohnt Anweisungen zu geben, schreitet über den Markt.
Auf dem Weg dorthin erklärt sie uns den Nutzen aller Heilkräuter, die sie an der Seite der Straße erblicken kann.
Ein Huhn, Lauch, weißes Melonengemüse, was es nur in China und speziell zu dieser Jahreszeit in Kanton gibt, ein Stück Schweineschwarte, die sie hochhebt und für gut befindet, mehr gibt es heute nicht. Jeden Tag wird neu entschieden und neu eingekauft.
In China ist Essen Medizin. So oft hörte ich Kommentare zu Gekochtem, Gebratenem, Gedämpften. Ingwer ist gut für dies, Knochenmark für das, Bittermelonen für…
Dr. Liangs Geschichte beeindruckt mich. Im Alter von sieben Jahren wurde sie schon die Assistentin ihres blinden Vaters, auch er war Arzt. Das Wohnzimmer, was gleichzeitig, Warteraum für die unzähligen Patienten, Behandlungszimmer und Esszimmer ist, alles unverändert. Nur dass sie jetzt auf seinem Stuhl, an seinem Tisch sitzt.
Ihr Vater, als Kind ein Bettler, da er früh Waise wurde, traf in jungen Jahren einen buddhistischen Mönch aus Sichuan und folgte ihm zurück nach Sichuan. Er lebte dort für einige Jahre im Tempel bevor der Mönch ihn in Guangzhou auf eine Schule schickte. Viele Jahre später trafen sich die beiden wieder, in Guangzhou. Der Vater folgte abermals dem Mönch in den Tempel in die benachbarte Provinz und lebte und lernte wiederum einige Jahre dort. Zu der Zeit begann der Krieg gegen Japan, der Mönch schickte den Vater zurück nach Guangzhou, weil er ihn dort sicherer wähnte.
Das Schicksal meinte es anders, der Vater wurde Jahre später von japanischen Soldaten blind geschlagen.
Blind wie er nun war, wurde er abermals Bettler bevor er sich wieder zurück ins Leben und in seinen Beruf traute.
Dr. Liang wurde erst geboren, nachdem ihr Vater erblindete. Ihr Vater war schon über vierzig, eher ungewöhnlich in China. Auch Dr. Liang selbst bekam ihre Tochter erst spät, so vieles scheint sie und ihren Vater zu einen.
Als Assistentin ihres Vaters saß sie dreißig Jahre neben ihm, hörte aufmerksam zu, lernte, schrieb die Rezepte für die Heilkräuter. Damals schon arbeitete der Vater zusammen mit einer bestimmten Apotheke, nicht weit entfernt, die seinen Qualitätsstandards gerecht wurde. Diese Apotheke, nun auch in zweiter Generation, ist die Apotheke, in der Dr. Liangs Patienten sich auch jetzt ihre individuellen Kräutermischungen zusammen stellen lassen.
Wirtschaftlich unabhängig, kann sie immer wieder unangekündigte, wöchentliche Stichproben nehmen, so schafft sie es, den Apotheker sanft unter Druck zu setzen, immer nach den besten Kräutern zu suchen. Meistens in den Höhen der Berge. Dr. Liang vermeidet Tierprodukte, nur die Haut der Schlange sowie die tot aufgesammelten Panzer einer bestimmten Käfersorte findet man in ihren Kräutermischungen.
Heute bleibt ihre Praxis geschlossen, da die Apotheke geschlossen ist, sehr selten kommt dies vor.
Sie schreibt es auf ihre Wechat Freunde Seite und freut sich auf einen freien Tag.
Den Morgen nutzt sie zusammen mit ihrem Mann für ein ausgedehntes Frühstück in einem Dim Sum Restaurant. Doch schon während des Frühstücks steht ihr Telefon nicht still, Anrufe, Wechat Nachrichten. Wir fahren zurück und schon sehen wir die Traube an Patienten vor ihrer verschlossenen Tür.
Dr. Liang fragt lachend in die Runde, habt ihr nicht meine Nachricht gelesen? Ich habe es doch gepostet… Doch niemand wird abgewiesen. Alle kommen dran, nur für die Kräuter aus der Apotheke müssen sie nun noch einmal in den nächsten Tagen wieder kommen.
Eine Stunde später, nun endlich auf dem Weg ins Auto, kommt erneut eine Frau auf sie zugeeilt. Sie ist weit gereist, aus einer anderen Provinz, auch sie wird behandelt. Nun schon die dritte an diesem eigentlich freien Tag, die nicht schwanger werden kann und um Hilfe bittet.
Danach dann geht es aber los, zu ihrem Lieblingsort, dem Xiqiao Berg. Auf dem Berg thront die größte, sitzende Guanyin Statue Asiens.
Es nieselt ein wenig auf dem nebligen Weg nach oben.
Unser erster Weg führt in den buddhistischen Tempel, wir treffen einen Mönch, Dr. Liang bringt ihm unsere Geschenke, sie scheint ein sehr gerne gesehener Gast hier zu sein. Nach einem Mittagessen besuchen wir Guanyin. Dr. Liang ist praktizierende Buddhistin. Sie glaubt fest, dass Buddhismus ihr in ihrem Dasein als Ärztin hilft. Sie heilt von Herzen, aus Empathie und mit bestem Wissen und Gewissen. Sie glaubt fest an die Gesetze von Karma, in einem Heilberuf wiegen schlechte Taten noch schwerer, so ihre Meinung.
Danach lebt sie.
Am nächsten Morgen gibt es Frühstück, bei ihr im Mehrzweckzimmer. Nudelsuppe.
Um halb 8 schon kommen die ersten Patienten. Ihr Mann isst noch im Raum, während sie schon an ihrem Tisch sitzt und der ersten Patientin zuhört. Es kommen immer mehr.
Während sie behandelt, schaue ich mich in ihrem Raum um.
Eine Wand schmücken buddhistische und daoistische Statuen, viele sind Geschenke von Patienten, auf der linken Seite ehrt sie ihre verstorbenen Eltern, frisches Obst und Zigaretten stehen für den Vater immer bereit.
Ein umgestülptes dünnwandiges Glasgefäß erlangt meine Aufmerksamkeit. Es steht vor der Figur Sun Wukongs, des Monkey Kings.
Die Geschichte von Sun Wukong ist in Asien weit verbreitet, sie wird in dem chinesischen Roman, Eine Reise nach Westen, erzählt.
„Der König der Affen ist in eine uralte Geschichte eingebettet. Im 7. Jahrhundert machte sich der Mönch Xuanzang von China aus auf den Weg nach Indien, um die heiligen Schriften Buddhas für seinen Kaiser zu holen. Die Reise dauerte sechzehn Jahre, und nach seiner Rückkehr verfasste der Mönch einen ausführlichen Reisebericht. Diese „Reise nach Westen“ ist bis heute eines der wichtigsten historischen Zeugnisse vom Leben in jenen frühen Zeiten. Im Laufe der Jahrhunderte rankten sich Legenden und Märchen um die Pilgerfahrt des Xuanzang – und eine davon ist die Geschichte vom Affenkönig.
Dank der Lehre bei verschiedenen daoistischen Meistern erlernt Sun Wukong nicht nur das Kämpfen, sondern auch die Fähigkeit, sehr hoch zu springen und sich auf 72 verschiedene Weisen zu verwandeln. Der Affenkönig besitzt einen Stab, der seine Größe beliebig ändern kann, und eine Wolke, auf der er fliegt. „Sogleich wird er König, findet einen gesegneten Erdwinkel für sein Volk und hält sein tägliches Bankett mit Behagen. Aber er will mehr – er will Unsterblichkeit und den Thron des Jadekaisers.“
Die gelernten Künste missbraucht er für allerlei Streiche, bis er durch eine List von Buddha gefangen und für 500 Jahre unter einem Berg gehalten wird. Zur Läuterung darf er schließlich den Mönch Xuanzang auf seiner Reise nach Indien begleiten.“
Das Glasgefäß im Zimmer der Ärztin kündigt das Kommen von Sun Wukong an. So erzählt sie es uns zumindest. Ein leichtes „kling“ sei dann zu hören. Schon viele Patienten wären Zeuge gewesen und wenn wir Glück hätten, könnten vielleicht auch wir es hören.
Gespannt warten wir den verbleibenden Tag.
Zwischendurch lauschen wir den Geschichten der Patienten. Privatsphäre gibt es hier nicht. Oft kommt es vor, dass sich Patienten um den Tisch stellen, eine Krankengeschichte hören und eigene Kommentare geben. Meistens bekräftigen Patienten, die schon lange zu Dr.Liang kommen oder einige gar schon zu ihrem Vater, dass alles gut werden wird, dass Dr. Liangs Kräuter und ihre Empfehlungen und Verbote helfen werden.
So gehen die meisten Patienten glücklich aus der Praxis zurück in ihren Tag.
Neulich las ich ein Buch über den Placebo Effekt. Unser Gehirn schafft es, uns erwiesener Maßen krank sowie auch wieder gesund zu machen. Ohne Therapien.
Dr. Liang gibt allen ihren Patienten das Gefühl, es zu schaffen, zu heilen. Erstaunliche Resultate hat sie vorzuweisen. Sie selbst sieht es pragmatisch. Sie kann helfen, also hilft sie. Es ist ihre Aufgabe hier in diesem Leben.
I kept hearing stories about Dr. Liang and her remarkable cures. In addition to her amazing herbal healing remedies, she has a reputation for having come to the aid of countless couples, some of them quite advanced in years, who feared they may never have children.
In spite of its growing popularity in the West, Chinese medicine is a form of philosophy that is virtually impenetrable to those who have had little contact with China. There are so many different levels, so many stories, so much that is self-evident and natural in one domain, yet so completely alien to the Western world. For practitioners, what they do goes beyond learning; their entire lives are intertwined with their teachings.
The lesson of the five elements, yin and yang, balancing the qi, feng shui, a vast field in its own right, based on the science of the I Ching, all of these flow into the philosophy. Everyone in China absorbs these lessons as a matter of course. This body of knowledge is handed down from one generation to the next, available to one and all, called upon each and every day. But here, as elsewhere in the world, ancient knowledge is increasingly in danger of disappearing. The younger generation have their minds on other things.
We are in a suburb of Guangzhou early one morning. Dr. Liang’s day usually begins at five o’clock. The rain pours down on this typical Chinese village, where long lines of breakfast stalls offer Cantonese delicacies. Every year, heavy rains and floods hit southern China, and this place is no exception.
Dr. Liang leaves her house wearing knee-high boots to buy vegetables at the wholesale market. We wade through small lakes in the streets and have to take off our shoes as the water rises up to our knees. It may be fun for us this morning, but in other parts of China the deluge, exacerbated by bad planning, develops into a terrible natural disaster and lives are lost.
Dr. Liang initially strikes us as a decidedly stern figure, shouting out her orders in a commanding voice above the noise of the market. I warm to her as I see how she relates to people. I sense that it comes from the heart.
On the way to market, she points out medicinal plants growing at the roadside and explains their uses. Chicken, leeks, a winter melon—a vegetable exclusive to Asia and only found in Canton at this time of year. She picks up a piece of pork rind to inspect it (it passes the test). That’s everything for now; she prefers to buy what she needs fresh, one day at a time.
Food is medicine in China. I have lost count of the times I’ve heard people talk about boiled, fried, steamed food. Ginger is good for this, bone marrow for that, bitter melon helps with . . . Avoid carrots at all costs if you don’t want to get ill. This is just one of Dr. Liang’s instructions in the days to come.
“Follow your heart, and look for healing with the heart” was one piece of advice that stayed with me.
Dr. Liang is one such person, and her stories make a deep impression on me. She began working as her father’s assistant at the tender age of seven. He, too, was a doctor—and he was blind. Their living room served as a waiting room for an endless stream of patients. It was also the treatment room and dining room. The only thing that has changed is that she now sits in his chair, at his table.
Her father was an orphan and beggar as a child. He met a Buddhist monk from Sichuan and followed him to his temple where he lived for a number of years until the monk sent him to a school in Guangzhou. They were reunited many years later in Guangzhou. Once again, the father followed the monk to the temple in the neighboring province and lived there for another few years. When war broke out with Japan, the monk sent him back to Guangzhou to keep him safe.
In a cruel twist of fate, Guangzhou offered no refuge. On the contrary, a few years later he was beaten so badly by a Japanese soldier that he lost his eyesight. Blind, he again became a beggar, yet ultimately succeeded in establishing himself as a doctor.
By the time Dr. Liang was born, her father had already lost his sight. He had passed the age of fifty, unusually old to become a father in China. Dr. Liang had her own daughter quite late, one of the many similarities her life shares with her father’s story.
She assisted her father for thirty years, listening intently, learning carefully, writing down his herbal remedies and recipes. Back then, her father chose to work with a specialist apothecary where he could be sure of the quality of their wares. The apothecary, not so far away, is now run by the next generation of the family and is still frequented by Dr. Liang’s patients who come here for their specially prepared herbal mixtures.
The economically independent doctor likes to keep the chemists on their toes and has a habit of calling in unannounced to check if they are still using the best possible herbs, ideally gathered from high up in the mountains. Dr. Liang avoids animal products in her medicinal prescriptions, with the exception of snakeskin or the shells of a certain type of beetle.
Since the apothecary is closed today, her practice also remains closed—a rare occurrence. She posts the news on her WeChat friends wall and looks forward to a day off.
Now she and her husband can spend the morning enjoying a leisurely breakfast in a huge, traditional dim sum restaurant. She picks out a variety of mouthwatering dishes, while he enjoys reading the newspaper at his leisure. Food is a key topic of conversation for the Cantonese, associated with pleasure, sociability, and medicine. The people of Guangdong favor steaming, stewing, and roasting gently to preserve the natural flavors of their food. Yum cha, literally “drinking tea” in Cantonese, is synonymous with “going for dim sum,” the locals’ favorite morning activity.
Dr. Liang’s mobile phone is never silent, constantly ringing with calls and messages. We head back to find a crowd of patients hovering outside her locked door. Dr. Liang laughs as she asks them if they all missed the message she posted. Yet she turns nobody away; everyone will get a chance to see her. They will just have to come back over the next few days for the herbs from the apothecary.
An hour later, when the doctor is finally on her way to the car, a woman rushes up to her. She has come all the way from another province. The doctor will see her too, the third visitor today who asks for help with conceiving.
At long last, she is able to set off to her favorite place, Mount Xiqiao, where the largest Guanyin statue in Asia looks down from the summit. We make our ascent through the mist as drizzle falls.
We meet a monk in the Buddhist temple, and Dr. Liang hands over our gifts. She appears to be a popular visitor here. After lunch we visit Guanyin. Dr. Liang is a practicing Buddhist. As I thought, she strongly believes that Buddhism helps her in her existence and vocation as a doctor. Sie heals from the heart, with compassion, to the best of her knowledge, the best of her conscience. She believes unfailingly in the laws of karma; she feels that bad deeds weigh even heavier in a healing profession.
This is how she lives; her brusque demeanor is purely superficial.
Breakfast is served the following morning in her multipurpose room: noodle soup. The first patients arrive at 7:30 a.m., and a steady stream will follow. Dr. Liang is listening to one of the early arrivals, sitting across the table. Her husband is still here, and I survey the room while the doctor treats her visitors.
One wall is decorated with Buddhist and Taoist statues, many of them given to her by patients. The left side is devoted to her late parents. Fresh fruit and cigarettes are always laid out, ready and waiting for her father. A thin glass vessel, upside down, catches my eye, standing in front of the figure of Sun Wukong, the Monkey King.
The legend of Sun Wukong is famous throughout Asia and is told in the Chinese novel Journey to the West. The Monkey King can be traced back to an ancient story. In the seventh century, a monk by the name of Xuanzang set out from China to India to procure Buddha’s holy scriptures for his emperor, a journey that spanned sixteen years. On his return, the monk wrote an extensive report on his expedition, the Journey to the West, one of the most important historical documents to this day. Over the centuries, Xuanzang’s pilgrimage has become interwoven with myths and folk tales—one of which is the story of the Monkey King.
Thanks to the teachings of various Taoist masters, Sun Wukong not only learns how to fight but also how to jump to an incredible height and how to shapeshift into seventy-two different forms. The Monkey King possesses a staff that can change its size and a cloud on which he can fly. As King, he finds a blessed corner of Earth for his people and contentedly stages a daily banquet. But he desires more—immortality and the throne of the Jade Emperor. He uses his skills to mischievous ends until Buddha manages to outwit him and imprisons him under a mountain for five hundred years. Finally, rehabilitated, he is permitted to accompany the monk Xuanzang on his pilgrimage to India.
The glass vessel in the doctor’s room announces the coming of Sun Wukong—or so she tells us. A light “ringing” like a bell can then be heard. Many of her patients have heard it ring, and we hope we are just as lucky as them.
We wait in suspense for the rest of the day.
As time passes, we listen to the patients’ stories. There is no privacy here; everything is rolled into one. It is not unusual for other patients to gather round the table to listen to someone else’s tale, adding their own comments and generally offering encouragement. Dr. Liang’s older patients, some of whom used to visit her father, reassure the others that the good doctor’s herbs, recommendations, and instructions will help them feel better.
Most leave the practice feeling happier than when they arrived.
Dr. Liang instills in all of her patients a sense that they will be healed . . . and it helps. Her results are astounding. She herself is more pragmatic in her thinking. She is able to help, so she does. It is her mission in this life.
She receives patients seven days a week but, with her own wellbeing in mind to some degree at least, only from morning to lunchtime. Long queues form outside her door on weekends. Her own qi is strong, she attests.
Of that, there is no doubt.
We will come back to see her, sometimes as patients, sometimes just as visitors.
As we are leaving she explains to me, as always, which foodstuffs I should avoid and which ones I should add to my diet in order to detox more thoroughly. She really seems to know what she is talking about. I have every faith in her recommendations, underlined by her assertive, persuasive manner. Mental and emotional wellbeing are inseparable from physical health in her opinion.
There have been many studies that support the holistic approach to healing, often citing the placebo effect. Nevertheless, evidence-based Western medicine has taken few of their conclusions on board. Research into the self-healing powers that can be generated through the relationship of body and soul has increased in recent years. The therapeutic benefits of the human relationship and powers of imagination have been well-documented: patients with positive expectations who trust their doctors and their chosen course of treatment stand a better chance of recovery.
Dr. Liang uses her intuition, her common sense and decades of experience as she remains true to her mission of doing everything she can to help others.